BioTech-Initiative Bayern: HNU intensiviert Zusammenarbeit mit Hochschulen in Südafrika

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Mit vereinten Kräften die internationale Forschung im Bereich Biotechnologie vorantreiben: Das ist Ziel der neuen BioTech-Initiative, die der Freistaat Bayern mit seiner südafrikanischen Partnerprovinz Westkap auf den Weg gebracht hat. Gemeinsam mit weiteren bayerischen Forschungseinrichtungen trägt die Hochschule Neu-Ulm (HNU) diese Initiative aktiv mit: HNU-Präsidentin Prof. Dr. Uta M. Feser reiste Anfang der Woche nach Stellenbosch, Südafrika, um die Kooperationsvereinbarung im Beisein von Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder zu unterzeichnen. Zusätzlich schloss die HNU eine bilaterale Vereinbarung mit der Stellenbosch University ab.

Die Initiative, an der zahlreiche bayerische und vier südafrikanische Hochschulen und Forschungseinrichtungen beteiligt sind, soll das Potenzial beider Regionen im Bereich Biotechnologie stärken und Synergieeffekte ermöglichen – unter anderem durch Studierendenaustausch, Forschungskooperationen, Start-up-Förderung und Technologietransfer. Koordiniert und begleitet werden die Aktivitäten durch das Wissenschaftliche Koordinationsbüro Bayern-Afrika (WKS Bayern-Afrika) der Bayerischen Forschungsallianz (BayFOR).

Individuelles Abkommen stärkt Verbindung von Biotechnologie und Smart Production

Neben dem gemeinsamen Memorandum of Understanding im Rahmen der BioTech-Initiative schloss die HNU außerdem ein zusätzliches Abkommen mit der Stellenbosch University, das unter anderem den Grundstein für eine Zusammenarbeit an der Schnittstelle von Biotechnologie und Smart Production legt: Das Technologietransferzentrum Smart Production and Logistics (TTZ) in Leipheim und der südafrikanische Partner planen interdisziplinäre Kooperationsprojekte, die den Auf- und Ausbau von Kompetenzen in Biotech-Production, Smart Lab Technologies und industrieller Bioökonomie auf beiden Kontinenten ermöglichen. Auch mit der Fakultät Gesundheitsmanagement ist eine vertiefte Zusammenarbeit geplant.

„Die HNU pflegt seit zwei Jahrzehnten intensive Partnerschaften auf dem afrikanischen Kontinent. Mit den neuen Kooperationsvereinbarungen gehen wir noch einen Schritt weiter, um Wissen, Innovation und gesellschaftliche Verantwortung über Kontinente hinweg zu verbinden und gemeinsam Lösungen für die globalen Herausforderungen unserer Zeit zu entwickeln“, sagt HNU-Präsidentin Prof. Dr. Uta M. Feser.

Söder: BioTech-Initiative fördert Zukunftstechnologien und schafft Innovation

Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder: „Wissenschaft und Technologie sind starke Versprechen für die Zukunft. Wir starten dazu ein neues Kapitel der Zusammenarbeit zwischen Bayern und Westkap in Südafrika. Gemeinsam leben unsere beiden Länder den Grundsatz Fortschritt durch Technologie. Ich bin überzeugt: Wissenschaft macht unser Leben besser. Wir investieren mit der Hightech Agenda Bayern insgesamt sechs Mrd. Euro in Zukunftstechnologien und unsere Universitäten und Hochschulen. Das ist so viel wie kein anderes Bundesland in Deutschland. Von den Wissenschafts-Partnerschaften profitiert aber auch die Wirtschaft. Nur durch Innovation werden wir Arbeitsplätze erhalten und im internationalen Wettbewerb mithalten.“

Zusammenarbeit mit afrikanischen Partnern hat an der HNU Tradition

Die HNU arbeitet bereits seit 20 Jahren eng mit afrikanischen Partnerhochschulen sowie deutschen und afrikanischen Unternehmen in anwendungsbezogenen Bildungs-, Transfer- und

Forschungsprojekten zusammen. Gebündelt werden diese Aktivitäten im interdisziplinären Afrika-Institut der Hochschule. Angesichts globaler Transformationsprozesse und sich wandelnder geopolitischer Rahmenbedingungen gewinnen diese langfristig angelegten, gleichberechtigten Kooperationen zunehmend an strategischer Bedeutung. Sie stehen beispielhaft für eine zukunftsorientierte Form internationaler Zusammenarbeit, die auf Nachhaltigkeit, Innovation und gemeinsamen Entwicklungszielen beruht.

Foto: Besuch in Westkap: Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Staatskanzleichef Florian Herrmann mit Studierenden aus Bayern (HNU)

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