Wirtschaftsgespräche 2024 in Neu-Ulm -„Kill Bureaucracy“: Durch Entbürokratisierung zu mehr Wettbewerbsfähigkeit“
Am 2. Oktober 2024 diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Behörden und Politik im Neu-Ulmer Edwin-Scharff-Haus über das Thema Entbürokratisierung – ein Schlüssel zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und zur Entlastung der Bürgerinnen und Bürger.
Zu der Veranstaltung hatte der Stadtentwicklungsverband Ulm/Neu-Ulm im Rahmen seiner Reihe Wirtschaftsgespräche“ eingeladen. Die Veranstaltung bot eine Plattform für den Austausch über Herausforderungen und Möglichkeiten, Bürokratie abzubauen und so die Wettbewerbsfähigkeit der Region zu stärken.
Den Auftakt machte Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger, Vorsitzende des Stadtentwicklungsverbandes. Sie hob die Bedeutung effizienter Verwaltungsstrukturen für Wirtschaft und Gesellschaft hervor.
Im anschließenden Impulsvortrag betonte Walter Nussel, Mitglied des Bayerischen Landtags und Beauftragter für Bürokratieabbau der Bayerischen Staatsregierung, die Dringlichkeit des Themas. Nussel erklärte, dass Entbürokratisierung nicht nur die Wirtschaft, sondern auch das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die Politik stärken kann. Er führte konkrete Beispiele aus Bayern an, in denen durch den Abbau unnötiger Vorschriften bereits positive Effekte erzielt wurden.
Anschließend diskutierten führende Vertreterinnen und Vertreter der Region in einer Gesprächsrunde über die Herausforderungen und Chancen der Entbürokratisierung. Neben Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger und dem Landtagsabgeordneten Walter Nussel nahmen auch Alexander Kulitz, stellvertretender Vorsitzender der IHK-Regionalversammlung Neu-Ulm, sowie Martin Ansbacher, Oberbürgermeister der Stadt Ulm und stellvertretender Vorsitzender des Stadtentwicklungsverbandes, an der Runde teil.
Die Diskussion verdeutlichte, dass in vielen Bereichen – von der Gründung neuer Unternehmen bis zur Genehmigung von Bauprojekten – großes Potenzial für Vereinfachungen besteht, welche die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit stärken können. Ein zentraler Punkt der Gesprächsrunde war, dass bestehende Prozesse kritisch hinterfragt und durch intelligente Lösungen ersetzt werden müssten.
Im Anschluss hatte das Publikum Gelegenheit, Fragen zu stellen und eigene Erfahrungen einzubringen. Unternehmerinnen und Unternehmer berichteten von spezifischen bürokratischen Herausforderungen. Die Wortbeiträge und Diskussionen führten zu einem produktiven Austausch zwischen den Beteiligten und machten deutlich, dass die Entbürokratisierung ein entscheidender Hebel zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes Ulm/Neu-Ulm ist. Der Stadtentwicklungsverband wird die Anregungen aus dem Wirtschaftsgespräch in seine weiteren Aktivitäten einfließen lassen.